to keep one’s hand in 


Künstler*in: Raya Krisch und Samuel Troschke
Model: Eva Becker 
Fotografin: Raya Krisch
Unterstützt durch: Eva Becker und Karl Leonard Hamann

 

Unsere Herausforderung war es, die Medien Podcast (Folge 4) und Fotografie miteinander zu verbinden. Wir haben eine Auswahl von 3 Fotos getroffen, welche auf Grundlage von Partner- oder Gruppenübungen zum Thema Kontrolle und Vertrauen entstanden sind. Unter jedem Foto ist eine Assoziation zu finden, welche gesellschaftliche Aspekte oder auch die eigene Positionierung in der Welt hinterfragt. Es folgt eine Benennung kosmischer Wirkungskräfte, die es einfacher machen sollen, bestimmte Bewegungen der Gesellschaft zu verstehen oder auch mal ganz nüchtern zu betrachten. Die anschließenden Affirmationen (Glaubenssätze) sollen dabei helfen, Vertrauen in sich selbst und sein Umfeld zu etablieren. Mit einer abschließenden Übung wollen wir gezielt zum selbst wirksam werden und Nachempfinden anregen. Im anhängenden Podcast-Kapitel wird ergänzend zu den Fotos, persönliche Gedanken zu dem Lebensabschnitt 2020 geäußert und abschließend mit einer Traumreise dazu eingeladen, alles einfach mal loszulassen….

Die Fotos, als auch die Übungen beziehen sich stark auf die gegenwärtige Situation, die viele neue gesellschaftliche als auch persönliche Fragen aufwerfen. Dabei spielen die Themen Kontrolle und Vertrauen auch eine große Rolle. Kontroversen auszuhalten, einen Konsens mit anderen herstellen und dabei sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren, ist ein Balanceakt, der individuell austariert werden will. Wie der Titel schon verrät, geht es darum „den Kopf nicht in den Sand zu stecken“, sondern in Übung zu bleiben und vor allem und trotz des ganzen „Abstandhalten“ nicht die Verbindung zueinander zu verlieren. Die Übungen greifen also Themen  wie z.B. Abstandhalten, Verantwortungsübernahme und aktives Loslassen auf. Mit der letzten Podcast Folge „to keep one’s hand in“ und dem enthaltenden Slam „2020 – Sei dein Zuhause: Werd gesund“, soll gezeigt werden, dass es nicht gerade leicht ist, seinen Weg durch die ganze Wirrungen des Leben zu finden. Mit der abschließenden Traumreise zum Thema Loslassen, soll die Möglichkeit geboten werden, belastende Gedanken mal etwas „leiser zu drehen“…

Bild 1
Blindes Vertrauen

Assoziation: Sich in das Unbekannte zu begeben und nicht zu wissen wo man hingeführt wird, ist eine Herausforderung und kann Angst machen, denn Vertrauen kann ausgenutzt werden.Vertrauen wir weil wir vertrauen wollen oder weil wir vertrauen müssen, weil bestimmte Regeln eingehalten werden wollen? Demnach würden wir kontrolliert werden. Oder werden wir kontrolliert, weil wir kontrolliert werden müssen? Vielleicht wollen wir aber auch kontrolliert werden, weil uns dies Sicherheit gibt. Will ich? Kann ich? Soll ich? Muss ich?

Kosmisches Gesetzt: Rhythmus und Kreislauf; alles passiert zur gegebenen Zeit; der einzelne und das Kollektiv kann aus seinen Erfahrungen lernen

Affirmation: Ich glaube daran, dass sich mir alle Wege freundlich öffnen.

Übung 1: Blindes Vertrauen (ab 5 Personen)

Eine Person aus der Gruppe versteckt einen kleinen Gegenstand wie z.B. eine Federtasche oder ein Kuscheltier in einem begrenzten Bereich. Alle Teilnehmer der Gruppe bis auf eine Person bekommen die Augen verbunden. Die Person die keine verbundenen Augen hat, darf nicht reden. Unter diesen Voraussetzungen muss die Gruppe versuchen den Gegenstand zu finden. Die Person die keine Verbundenen Augen hat muss versuchen über seine körperliche Kommunikation die Kontrolle über die Gruppe zu erlangen, um diese zum versteckten Gegenstand zu führen. Ziel ist es sich in der Gruppe abzustimmen, der leitenden Person zu vertrauen und sich von ihr führen zu lassen.

Bild 2
Grenzen

Assoziation: Wie kommuniziere ich respektvoll, dass mir jemand zu nahe ist?

Wie nahe möchte ich jemanden an mich heran lassen?

Wie weit wage ich mich in ein fremdes Umfeld vor?

Kosmisches Gesetz: Ursache und Wirkung, was ich säe das ernte ich, eigene Motive überprüfen, Projektionen sind Anzeichen für meine eigene Unzufriedenheit mir selbst gegenüber

Affirmation: Ich vertraue meiner eigenen Wahrnehmung und gebe/nehme mir das, was ich brauche.

Übung 2: Grenzen testen (Partnerübung)

Person 1 steht an einem festen Punkt im Raum. Person 2 steht in einiger Entfernung. Person 1 hat die Kontrolle über Person 2 und kann sie durch den Raum steuern. Dabei kann Person 1 Nähe und Abstand nach Belieben regulieren. Ziel ist es seine eignen Gefühle zu beobachten. Fühle ich mich wohl wenn die andere Person in meiner Nähe ist oder brauche ich etwas Abstand und habe so ein besseres Gefühl? Als Variation kann die Kontrolle an die andere Person übergeben werden und diese kann nun Abstände bestimmen und erforschen.

Bild 3
Fallen/Auffangen

Assoziation: Kontrolle abgeben und sich hingeben; Verantwortung übernehmen und auf sich und seine Kräfte vertrauen

Kosmisches Gesetz: Polaritäten; Geben und Nehmen; die Welt besteht aus Gegensätzen

Affirmation 1: Ich bin bereit mich ins Unbekannte fallen zu lassen.

Affirmation 2: Ich bin bereit mich auf andere einzulassen.

Affirmation 3: Ich vertraue auf meine eigenen Kräfte.

Übung 3: sich fallen und auffangen lassen (Partnerübung)

Person 1 stellt sich mit dem Rücken zu Person 2 und schließt die Augen. Person 1 lässt sich langsam nach hinten fallen und wird von Person 2 aufgefangen. Dabei kann Person 2 bei anfänglicher Unsicherheit schon vor dem Fall die Hande an die Schultern von Person 1 legen und somit das Gewicht besser abfedern. Ziel ist die Abgabe von Kontrolle und Vertrauen in den Partner.