relation-shift


Künstlerin: Rabea Waskiewicz 
Vielen Dank für das Vertrauen meiner bezaubernden Models Sabrina Klenner, Pauline Beier und Vee
Fotograf: Rabea Waskiewicz 

 

Relation-shift basiert auf Inhalten unseres Studiums, in dem wir uns über die letzten Jahre viel damit beschäftigt haben in unseren Körper zu spüren, unsere eigenen Fähigkeiten zu entdecken und an sie zu glauben. Vertrauen in uns selbst und andere zu entwickeln. Grenzen zu testen, zu achten, aber auch zu erweitern, teils allein, aber oftmals sind wir auch gemeinsam durch Bewegung in Kontakt gekommen und haben unsere Körper auf diese Weise kommunizieren und dabei etwas Neues entstehen lassen.

Unser Körper ist unser ständiger Begleiter und drückt bewusst oder unbewusst aus, in welcher Beziehung wir zu ihm oder auch zu anderen stehen. Kommen zwei Körper durch Bewegung zusammen, kann daraus ein dynamisches Wechselspiel entstehen, in welchem sich sowohl Vertrauen als auch Kontrolle zu begegnen scheinen. Verbirgt sich eine Verbindung hinter diesen beiden Begriffen?

Stehen sie im Gegensatz zueinander oder beeinflussen sie sich gegenseitig? Brauche ich Vertrauen, um Kontrolle abzugeben? Und braucht es Kontrolle, um vertrauen zu können? Vertrauen, dass alles unter Kontrolle ist? Wo kann ich Kontrolle loslassen, wo brauche ich sie? Kann ich Kontrolle abgeben, übergeben? Brauche ich Vertrauen in meinen eigenen Körper und dessen Fähigkeiten, um meinen Körper in die Hände der anderen Person zu geben? Wenn ich mir selbst nicht vertraue, kann ich dann überhaupt der anderen Person vertrauen? Gewähre ich der anderen Person die Kontrolle über mich, indem ich ihr Vertrauen entgegenbringe?  Wie kontrolliert bin ich dabei selbst noch?

Was passiert, wenn ich mich allein bewege und was verändert sich, wenn ich in Kontakt mit jemandem oder etwas trete und sich Bewegungen verbinden? Spiegelt mir mein Gegenüber vielleicht sogar wider, in welchem Verhältnis Vertrauen und Kontrolle in meinen eigenen Bewegung zueinander stehen? Sind es Druck und Gegendruck, die mir meinen eigenen Standpunkt spürbar werden lassen? Kann ich meine Bewegung bis in den Stillstand kontrollieren? Bleibt zuletzt die Atmung als Fundament unserer Bewegung, die Vertrauen und Kontrolle umschließt und vereint?

Braucht es Vertrauen und Kontrolle für Bewegung?