Breathe, Step, Jump!


Künstlerinnen:

Jana Raatz

Stefanie Vierath

Arya Baltaci


 

UNTERSTÜTZT DURCH: GABI ROTHAUG

Welches unterschiedliche Ausmaß haben Kontrolle und Vertrauen in verschiedenen Tanz- und Bewegungsstilen? Was lösen Orte und Situationen in uns aus? Und wie tragen diese dazu bei, Vertrauen und Kontrolle zu unserem Körper zu haben?
Vertrauen in Bewegung ist begründet in einer Kontrolle über Bewegungsabläufe oder Bewegungsvorgänge. Je häufiger man sie übt, umso mehr Vertrauen erhält man über den eigenen Körper, traut sich Dinge zu und kann sich steigern. Man entwickelt ein Körperbewusstsein, das einem Vertrauen in den Körper gibt.
Wir möchten mit unserem Beitrag die Rezipienten dazu anregen, durch das Gehörte selbst nachzufühlen und zu interpretieren, was es in ihnen auslöst.
Gibt es Sequenzen die mehr Vertrauen und/oder Kontrolle vermitteln als andere? Wodurch wird das Gefühl von Vertrauen und Kontrolle über das Gehörte erzeugt?
Wenn allgemein das Verständnis von Vertrauen und Kontrolle betrachtet wird, geht es ganz nach dem Sprichwort: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Bezugnehmend auf menschliche Beziehungen ist Vertrauen ein wichtiges Gut, um sich geborgen zu fühlen. Kontrolle sollte hier keinen Platz haben.
In der Bewegung jedoch widerspricht sich Vertrauen und Kontrolle nicht, denn Vertrauen hört da auf, wo Körperbewusstsein oder Muskelgedächtnis die Kontrolle übernehmen.
Zu beachten ist, dass bei den verschiedenen Tanzstilen der Schwerpunkt beider Seiten unterschiedlich gewichtet ist.
So sollte im Paartanz gegenseitiges Vertrauen zum Partner bestehen. Im Breakdance zum Beispiel ist man dagegen komplett auf das Vertrauen und die Kontrolle seines eigenen Körpers angewiesen. Hierbei müssen zuerst Körperspannung, Ausdauer und Musikalität erlernt und die Bewegungen dann bewusst kontrolliert werden, bevor das Getanzte auch selbstbewusst und kraftvoll vermittelt werden kann.
Es geht beim Tanzen darum, sich ausdrücken und fallen lassen zu können. Ein Maß an Köperkontrolle ist dabei jedoch immer vorhanden.
Doch wie fühlt es sich an, plötzlich außerhalb seiner Komfortzone zu stehen;
Wie wäre es dafür mal mit einer Tanzsession in der U-Bahnstation oder im fahrenden Zug?